Sport für Schmerzfreiheit

Sport für Schmerzfreiheit

Sport für Schmerzfreiheit

4 Fakten die es dir erleichtern dich trotz Rückenschmerzen regelmäßig zum Sport zu motivieren.

 

Was hast du schon alles gemacht um schmerzfrei zu werden?

 

Wer immer wieder Rückenschmerzen hat versucht viel, um diese wieder loszubekommen. Viele verlassen sich dabei ausschließlich auf ihre Ärzte. Das habe ich schnell gelassen. Es hat mich so unzufrieden gemacht. Ich wollte nicht glauben, dass ich nun immer abhängig sein sollte von Tabletten und anderen vom Arzt verschriebenen Anwendungen. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade und ich bin nicht gern abhängig von anderen. Stattdessen möchte ich meine Probleme gern selber lösen. Seit ich immer wieder mit Bandscheibenproblemen zu tun hatte, habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema Rückenschmerzen beschäftigt. Immer wieder hieß es:

„Durch Bewegung Schmerzen lindern“ und „Sport ist gut für die Rückengesundheit“

 

Aber was bedeutet das und warum ist das so?

 

Das war mir auch lange nicht so klar. Und dass, obwohl ich die Effekte durch Sport bereits deutlich erfahren habe. Das ist ja jedem bewusst, dass Bewegung gut für den Körper ist. Aber diese Erkenntnis genügt meist nicht für die tägliche Motivation, sich sportlich zu betätigen. Das ging mir auch lange Zeit so. Wenn du aber weißt, dass du dich mit Bewegung selbst heilen kannst, unabhängig von der Schulmedizin, dann treibt dich eine ganz neue Kraft an, dich jeden Tag sportlich zu betätigen. Oder so wie ich, alle 2 Tage. Jeder muss seinen Rhythmus finden. Seit ich meine Ausbildung zum Fitnesstrainer mache, ist es für mich aber nun wirklich greifbar. Es stecken biologische Mechanismen dahinter. Was das für welche genau sind, erkläre ich dir jetzt ganz genau und ohne viele Fachbegriffe. Danach willst du Sport nicht mehr missen. Denn so kannst du deine Schmerzfreiheit selbst steuern.

 

Rückenschmerzen haben vielfältige Ursachen:

 

  • Verspannungen
  • Wirbelfehlstellungen und -blockaden
  • Iliosakralgelenk-Syndrom
  • Bandscheibenvorfälle oder/und
  • in vielen Fällen treten sie ohne eindeutige Ursache auf. Dafür gibt es sogar einen eigenen medizinischen Begriff: idiopathische Schmerzen. Nicht dass ein Arzt seinen Patienten ohne einen medizinischen Begriff aus der Praxis schicken muss. Da wären ja Arzt und Patient enttäuscht.

Alle diese Ursachen lassen sich mit der entsprechenden sportlichen Aktivität lindern bzw. beseitigen.

 

Diese Fakten helfen dir zur Schmerzfreiheit

 

Es gibt verschiedene Mechanismen, die den Grundsatz unterstützen, dass Bewegung deine Schmerzen lindern wird.

 

1. Bandscheiben ernähren sich durch Diffusion.

 

Die Bandscheiben bestehen aus einem äußeren Faserring und einem Gallertkern. Der Faserring besteht aus kollagenen Bindegewebe. Der Gallertkern im inneren des Faserrings besteht zum größten Teil aus Wasser und wirkt wie ein Wasserkissen stoßdämpfend. Beide Teile sind aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht an den Blutkreislauf im Körper angeschlossen. Die Versorgung mit Nährstoffen und der Stoffaustausch geschieht über den biologischen Prozess Diffusion. Das ist die Durchmischung der Stoffe zum Ort der niederen Konzentration. Also wie in einer Schiffsschleuse. Das Wasser bewegt sich dorthin, wo weniger Wasser ist. Bis die Wasserstände auf beiden Seiten gleich sind. In der Bandscheibe passiert das so lange, bis sich die beteiligten Stoffe gleichmäßig verteilt haben. Das dauert in der Regel sehr lange. Durch Mechanik kann das beschleunigt und begünstigt werden. Denn durch Be- oder Entlastung wird Wasser entweder aus der Bandscheibe gedrückt oder in die Bandscheibe gezogen. So gelangen wichtige Stoffe in die Bandscheibe und Abfallstoffe werden aus der Bandscheibe transportiert.

 

Fazit dieses biologischen Prinzips:

Wer denkt, dass er zur Heilung seiner Bandscheiben nur stillliegen muss, damit alles gut wird, der täuscht sich. Stattdessen benötigen die Bandscheiben einen gesunden Wechsel zwischen Bewegung und Entspannung. Nur dadurch können die Bandscheiben schnell wieder richtig versorgt werden. Ein Vorteil von mäßiger Bewegung im akuten Schmerzzustand ist zudem: Durch die Schonhaltung (aufgrund des lokalen Schmerzes) kommt es zu Verspannungen der Muskeln in anderen Bereichen. Dies führt auch wieder zu Schmerzen. Die leichte Bewegung (vorzugweise leichte Ausdauerbewegung, wie Walken oder Crosstrainer) durchblutet die verspannten Bereiche und führt zu so zu einer Entspannung. Die Schmerzen werden so mit einem doppelten Effekt gelindert.

 

2. Knochen werden je nach Belastung auf- oder abgebaut.

 

Nur wer starke und stabile Knochen hat, ist auch in Bezug auf sein Knochengerüst belastungsfähig. Das spielt besonders in Bezug auf das Altern eine große Rolle. Denn mit dem Alter kommen häufiger Probleme mit der Knochensubstanz. Altersbedingte Verschleißerscheinungen lassen sich nicht vermeiden, aber vorbeugen. Denn wenn du bereits vor dem Altern beginnst deine Knochen mit regelmäßigen Belastungen zu fordern, werden sie im Alter genug Substanz haben, dass der Abbau dann vielleicht nicht so stark zu Buche schlägt. Zuständig für den Auf- und Abbau der Knochen sind die Osteoblasten (Aufbau der Knochen) und Osteoklasten (Abbau der Knochen). Diese Knochenzellen organisieren je nach Belastung den Auf- oder Abbau der Knochen.

Fazit dieses biologischen Prinzips:

Nur wenn du deinen Körper regelmäßigen körperlichen Belastungen aussetzt, werden deine Skelettknochen lange ihre Festigkeit behalten. Körperliche Verschleißerscheinungen werden dich nicht so schnell treffen, wie jemanden, der lieber die Füße hochlegt, als zum Sport zu gehen.

 

3. Ungleichgewichte zwischen den Muskeln ziehen dich krumm.

 

Würde in deinem Körper alles nach Plan laufen, würden alle Muskeln perfekt aufeinander abgestimmt sein. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Zusammenspiel von Agonisten (der Muskel, der die Arbeit hauptsächlich verrichtet) und Antagonisten (der Muskel der dem Hauptmuskel als Gegenzug dient, dass er genügend Spannung für eine ausreichende Kraftentwicklung aufbauen kann). Doch eine Faustregel besagt, dass bereits ab dem 30igsten Lebensjahr alle 10 Jahre 5% der Muskulatur abgebaut werden. Das ist schlecht für alle Menschen die sich nie aktiv und praktisch mit dem Muskelaufbau beschäftigen. Denn somit hast du mit 70 Jahren bereits bis zu 40% deiner Muskulatur verloren. Und damit auch den Charme eines starken und gut geformten Körpers. Leider entstehen so aber auch relativ frühzeitig Ungleichgewichte zwischen den Muskeln. Die sogenannten Dysbalancen können bereits in der Lebensmitte auftreten. Unglücklicherweise zu einem Zeitpunkt, wo man besonders viele Dinge zu tun hat (Arbeit, Kinder usw.). Die Freizeit kommt in diesem Lebensabschnitt meist zu kurz. Und damit auch die Zeit für Sport und Entspannung. Diese Dysbalancen führen dazu, dass sich deine Statik ungünstig verändert. Es kommt zu starken Belastungen an Gelenken und Knochen. Das führt bis zu Schädigungen. Ungünstige Belastungen und die daraus folgenden Schädigungen führen zu Schmerzen.

Fazit dieses biologischen Prinzips:

Nur wenn du alle wichtigen Haupt-, Stütz- und Haltemuskeln regelmäßig trainierst, erhältst du dir gesunde Gelenke und Knochen. Denn nur so bleiben alle Muskeln im Gleichgewicht. Vorrübergehende Ungleichgewichte können durch regelmäßiges Training immer direkt wieder ausgeglichen werden.

 

4. Muskeln kannst du aufbauen oder sie bauen sich ab.

 

Muskeln und Knochen haben gemeinsam, dass sie abgebaut werden, wenn sie nicht gebraucht werden. Sie werden aufgebaut, wenn du sie benutzt. Dieser Fakt ist besonders hinsichtlich einseitiger Belastung wichtig. Es gibt viele Sportler, die sehr aktiv sind.  Trainieren sie aber einseitig, werden sie über lang oder kurz trotzdem Probleme bekommen. Denn an den Stellen, wo keine Belastung stattfindet, bauen sich die wichtigen Stütz- und Haltemuskeln genauso ab, wie der Anteil von großen Muskeln schwindet. Wie oft hört man von langjährigen Sportlern, dass sie Gelenkprobleme haben. Gerade die Stützmuskeln sind eher kleine Muskeln und benötigen daher regelmäßige Beanspruchung zur Erhaltung. Größere Muskeln haben dann Einfluss auf die Halte- und Stützfunktion, wenn sie ungleich ausgebildet sind (siehe Punkt 3 oben) und einen ungünstigen Einfluss auf die Gelenke ausüben.

Fazit dieses biologischen Prinzips:

Nur wenn du ausgeglichen trainierst, kannst du Schmerzen an Gelenken und an der Wirbelsäule vermeiden. Dabei reicht es schon zum eigentlichen Lieblingssport ein paar funktionelle Übungen einzubauen und diese von Training zu Training zu variieren, so dass alle Muskeln beansprucht werden. Damit verbesserst du das Zusammenspiel deiner Muskeln und stabilisierst deine Gelenke.

 

Fazit:

 

Nur wenn du aktiv wirst und in deinem Lieblingssport ausgeglichen alle Muskeln trainierst, wirst du langfristig schmerzfrei werden und sein. Ich habe schon immer Sport gemacht, aber einseitig. Seit ich diese Erkenntnisse aus meiner Ausbildung zum Fitnesstrainer habe und sie aktiv praktisch umsetze, bin ich schmerzfrei. Dabei geht es nicht um einen schlanken Körper. Das ist für viele ein schöner Nebeneffekt. Bei mir geht es nur darum, meine Schmerzfreiheit zu erhalten. Und du kannst das auch. Für Fragen melde dich gerne. Viel Spaß beim Ausprobieren.