Weißmehl als Übeltäter

Ist Weißmehl der Übeltäter deiner Rückenschmerzen?

Ist Weißmehl der Übeltäter deiner Rückenschmerzen?

 

In meinen vorangegangenen Posts habe ich schon viele Ursachen für Rückenschmerzen beleuchtet. Unter anderem ging es um die nachteiligen Auswirkungen von normalen Haushaltszucker. Heute nehme ich mal das Thema Weißmehl genauer unter die Lupe und welche Meinungen es dazu gibt in Bezug auf die Rückengesundheit und Rückenschmerzen. Was denkst du, könnte zu viel Brot und Gebäck mit Weißmehl ein Problem für deinen Rücken darstellen?

Die meisten Weißmehl-Produkte werden aus Weizen hergestellt. Weißmehl ist ein bearbeitetes Produkt mit einem sehr hohen Kohlenhydrat-Anteil und einem hohen glykämischen Index. Es enthält so gut wie keine Ballaststoffe. Nahrung ohne Ballaststoffe wird im Dünndarm sehr schnell in Zucker umgewandelt und treibt so durch eine hohe Insulinausschüttung den Blutzuckerspiegel in die Höhe. Diese Körperreaktion ist vergleichbar mit gewöhnlichem Haushaltszucker. Das kann zu Heißhunger-Attacken führen und man nimmt meist mehr Kalorien zu sich, als unbedingt nötig ist. Überschüssige Kalorien werden als Fett in den Depots abgespeichert. Aber es gibt auch noch weitere „Nebenwirkungen“, die zum Nachdenken anregen.

 

1. Glutenunverträglichkeit

 

Mit Weizen wird in Bezug auf gesundheitliche Probleme oft eine Glutenunverträglichkeit beschrieben. Handelt es sich um die krankhafte Form, wird von Zöliakie gesprochen. Die Glutenunverträglichkeit bzw. Zöliakie wird von vielen Medizinern und Wissenschaftlern als Ursache für Rückenprobleme vermutet. Tatsächlich gibt es jedoch nur einen geringen Teil an Menschen, die wirklich an dieser Form der Unverträglichkeit leiden. Vielmehr überwiegt der Teil von Menschen mit einer Weizensensitivität, wie eine italienische Studie 2012 an 920 Patienten feststellte. Diese Studie zeigte Vorteile durch eine weizen-freie Diät (vgl. Dr. Michael Greger, How not to die, S. 341).
Solltest du unter einer Glutenunverträglichkeit oder Weizensensitivität leiden, vermeide bei Rückenproblemen oder auch bei zu viel Gewicht auf industriell hergestellte glutenfreie Produkte. Auch industriell hergestellte glutenfreie Erzeugnisse haben einen hohen glykämischen Index. Sie sind nicht förderlich für dein Gewicht und für deine Rückengesundheit. Zudem fördern sie auch eine ungesunde Darmflora und haben negative Auswirkungen auf das Immunsystem. Leidet das Immunsystem, kann auch die Rückengesundheit leiden (vgl. Dr. Michael Greger, How not to die, S. 342).

 

Wie gehst du nun mit einer Glutenunverträglichkeit bzw. Weizensensitivität im Alltag um?

 

Besonders hinsichtlich der Rückengesundheit sollte grundsätzlich eine ballaststoffreiche, vitaminreiche und ausgewogene Ernährung bevorzugt werden. Reagiert dein Körper auf Gluten oder Weizen mit vermehrten Entzündungen oder einer Verschlechterung deiner Rückengesundheit, verwende natürliche glutenfreie Alternativen. Zum Backen kannst du folgende Mehle ausprobieren:
– Teffmehl
– Buchweizenmehl
– Hirsemehl
– Kokosmehl
– Leinsamenmehl

Vermeide industriell hergestellte glutenfreie Lebensmittel.
Es gibt noch keine Studien darüber, wie sich Sensitivitäten gegenüber Gluten auf längere Zeit entwickeln können oder ob sie sich wieder auflösen. Somit solltest du glutenhaltige Lebensmittel nicht komplett aus deiner Lebensmittelliste streichen. Probiere stattdessen immer wieder (im Abstand von ca. 3 Monaten) wie dein Körper auf glutenhaltige Nahrungsmittel reagiert. Kommt es zu einer Verschlechterung, wechselst du auf deine erprobten glutenfreien Rezepte.

 

2. Verschlackung des Darms

 

Eine ungesunde Ernährung mit vielen tierischen Produkten, Zucker und Getreide-haltigen Lebensmitteln (aus Weißmehl) führt häufig zu Ablagerungen im Darm. Durch die Art und Weise, was und wie wir unserer Lebensmittel zu uns nehmen, kann es zu einer ungünstigen Ablagerung von Stoffen im Darm kommen. Die Verarbeitung der einzelnen Nährstoffe passiert durch unterschiedliche Enzyme, die sich teilweise auch gegenseitig hemmen bzw. stören. Die Nahrungsmittel werden teilweise nicht so verstoffwechselt, dass sie komplett vom Darm aufgenommen und weiterverarbeitet werden können. Was der Darm nicht aufnehmen kann, wird teilweise abgelagert und führt zu Blähungen; Unwohlsein und einem großen Darmvolumen (https://www.smarticular.net/unerklaerliche-rueckenschmerzen-das-koennte-dir-helfen/). Der Darm wird durch die Wirbelsäule und die Bauchmuskeln vorne und seitlich sowie das Zwerchfell oben und den Beckenboden unten an seinem Platz gehalten. Sind die Darmwände erst mal funktionell eingeschränkt und der Darm ist durch seine Füllmenge größer als er sein sollte, gibt es weitreichende Folgen:
– Die Vitamine und Mineralstoffe gelangen nicht in den Stoffwechsel des Körpers. Das könnte zu einem Mangel führen, der sich ungünstig auf die Rückenschmerzen auswirkt
– Die Schlacken erschweren den Abtransport von Toxinen aus dem Körper, was zu Entzündungen im gesamten Körper führen kann
– Der große Druck des überfüllten Darms ist eine Zusatz-Belastung für die Wirbelsäule, die Bauchmuskeln, das Zwerchfell und den Beckenboden. Der erhöhte Druck kann zu erhöhten und ungünstigen Spannungen (auch Verspannungen) in allen angrenzenden Regionen um den Darm herumführen. Auch das kann zu Rückenschmerzen führen.

 

So löst du die Verschlackung im Darm auf

 

Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten für die Darmgesundheit. Neben der Kolon-Hydrotherapie helfen auch eine Darmsanierung und langfristig eine Ernährungsumstellung. Wobei nach einer Basisbehandlung die Ernährungsumstellung die nachhaltigste Möglichkeit darstellt, den Darm und damit den Körper und den Rücken gesund und schmerzfrei zu halten. Ein bewusster Umgang mit ungünstigen Lebensmitteln, wie:
– Getreideprodukten aus weißem Auszugsmehl
– Tierische Produkte und
– Haushalts-Zucker
ist die sicherste Methode, um sich vor zukünftigen Verschlackungen zu schützen. Bzw. sollten Darm-reinigende Methoden in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Ein- bis zweimal jährlich sollte die Konzentration auf eine Entschlackung für Körper und Darm gelegt werden.

 

3. Gestörter Säure-Basen-Haushalt durch Weißmehlprodukte

 

Brot, Nudeln und alle weiteren Getreideprodukte aus weißem Auszugsmehl haben einen ungünstigen Einfluss auf den Säure Basen Haushalt. Weißes Mehl wird im Körper genau wie Zucker und tierische Produkte sauer verstoffwechselt. Die Übersäuerung beeinflusst das Allgemeinbefinden und die Rückengesundheit. Sie kann sich zur chronischen Belastung herausbilden und Entzündungen im Körper entwickeln und fördern. Symptome für eine Übersäuerung sind Kopfschmerzen, Erschöpfung, Rheuma, Haarausfall und Diabetes. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist das Optimum für den Körper. Der pH-Wert bestimmt das Säure-Basen Niveau im Körper. Die Skala reicht von 0 bis 14. Die 7 bildet den neutralen Zustand ab. Die meisten Flüssigkeiten in unserem Körper haben einen leicht basischen Wert von rund 7,4. Liegt der pH-Wert unter 7,4, wird von einer Übersäuerung gesprochen. Vorübergehende Schwankungen sind normal und müssen nicht behandelt werden. Der Körper kann diese Ungleichgewichte selbständig ausgleichen.

 

Was kannst du gegen Übersäuerung tun?

 

Durch regelmäßiges Fasten wird der Übersäuerung entgegengewirkt. Neben dem Buchinger Fasten eignen sich besonders auch das Basen- und das Rohkost-Fasten. Alle Fasten-Formen ermöglichen eine Entgiftung des Körpers, die Neutralisation von überschüssigen Säuren und somit einem gesunden Ausgleich für den Körper. Das Hormonsystem, der Stoffwechsel und alle weiteren Körperfunktionen können wieder effizient arbeiten. Dadurch bilden sich Entzündungen zurück, chronische Erkrankungen können eingedämmt werden und das Allgemeinbefinden wird gesteigert. Mehr Informationen zum Säure-Basen-Haushalt findest du hier. Langfristig ist ein kritischer Umgang mit den verwendeten Lebensmitteln der beste Weg, um Übersäuerungen vorzubeugen. Wir das genau aussehen kann, zeige ich anhand des folgenden Rezeptes.

 

Kuchen backen – mein gesundes Lieblingsrezept

 

Für mich sind Brot und Kuchen wichtige Bestandteile meiner Ernährung. Daher habe ich meine Lieblingsrezepte soweit angepasst, dass es für mich und meine Rückengesundheit passt. So vermeide ich die oben beschriebenen negativen Auswirkungen und kann langfristig etwas gegen meine Rückenschmerzen tun.
Auch du kannst alle Rezepte aus dem Internet oder deinen Rezeptbüchern so anpassen, dass sie für deine Gesundheit optimal passen. Dabei solltest du immer auf gute Zutaten achten und soviel wie möglich selber herstellen, als es schnell fertig zu kaufen. Benötigst du z. B. eine Mandelmilch, kannst du diese mit ein wenig Vorplanung sehr gut selber herstellen. Dazu die Mandeln am Abend vorher einweichen und am nächsten Tag mit dem Pürierstab oder der Küchenmaschine zerkleinern, abgießen und fertig. Du findest im Internet viele weitere schnelle Handgriffe für deine gesunden Zutaten.
Nun aber zu meinem Lieblingskuchen.

 

Gesunder Karottenkuchen mit Frischkäsetopping

 

Ein interessantes Rezept mit spannenden Zutaten für den Karottenkuchen mit Frischkäsetopping habe ich in der Rezepte Sammlung von Hagengrote.de gefunden und es anhand meiner Vorlieben angepasst. An dieser Stelle danke an hagengrote.de für die Zusammenarbeit.

Folgende Zutaten benötigst du für den Teig:

4 Eier
50 ml Agavendicksaft

100 g Kokosblüten-Zucker
390 g geriebene Möhren
50 g gehackte Walnüsse
1 TL Zimt
1 TL Muskat
1 TL Ingwer
1 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 EL Vanilleextrakt
250g Buchweizen-Mehl
250 ml Pflanzenöl

Für die Creme habe ich diese Zutaten genommen:

500 g Frischkäse

50 g weiche Butter
1 EL Vanilleextrakt
200 g Kokosblütenzucker (feingemahlen als Puderzucker)
1 TL Ingwer

1 TL Limettensaft (frisch gepresst)

 

Die Zubereitung des Teiges

 

  1. Die Eier und die 2 Zuckerzutaten mit der Küchenmaschine schaumig rühren. Alle weiteren Zutaten, bis auf das Pflanzenöl, nach und nach in die Ei-Zuckermischung geben. Ganz zum Schluss das Öl zufügen.
  2. Den Teig in die gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Backform (ich verwende immer gerne eine Blechform mit höheren Rand) füllen und in den vorgeheizten Ofen geben. Den Kuchen bei ca. 160 °C eine Stunde backen. Da jeder Offen unterschiedlich ist, solltest du nach 40 min immer mal schauen, ob der Rand des Kuchens bereits bräunlicher ist als der Rest. Wenn das so ist, kannst du den Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Wenn du eine Springform verwendest, kann es noch ein paar Minuten länger dauern und du müsstest den Kuchen aus der Backform lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

 

Die Zubereitung der Creme

 

Den Frischkäse mit der Butter cremig rühren. Danach das Vanilleextrakt, den Kokosblüten-Puderzucker, den Limettensaft und den Ingwer zufügen und zu einer cremigen Masse rühren.

 

Fertigstellen und Anrichten

 

Den ausgekühlten Kuchen mit der Creme bestreichen und nach Belieben verzieren.

Ich fand dieses Rezept aufgrund der interessanten Zutaten wirklich spannend und es hat auch sehr gut geschmeckt. Probiert diese gesunde Variante mal aus.

 

Guten Appetit!